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Einleitung

In unserer Welt sind wir ständig umgeben von geräuschen, Lauten, Musik und Lärm. Unser Klangkanal, das Ohr ist ständig aktiv. Anders als unsere Augen, können wir unsere Ohren nicht verschließen. Daher haben wir in unserer lautvollen Welt gelernt, wegzuhören, nicht mehr hinzuhören, nicht mehr auf uns zu hören oder unserer inneren Stimme zu hören. Der Weg der Klangarbeit ist ein Weg zurück zum Alten, der Weg zum Besinnlichen. Nicht umsonst sind Menschen, die sich mit Klängen beschäftigen oft meditierende oder spirituelle Menschen. der Weg des Klanges führt uns nach innen. Zurück zu unseren Wurzeln.

Anders als bei der Musik, auf Harmonien, auf das Zusammenspiel von Musikinstrumenten achtend, geht es bei den Klängen um die Feinheiten, die kleinsten Variationen. Oft wird ein Klang auf einen Ton gespielt und nur minimal in der Klangfarbe verändert. Die Konzentration unserer Wahrnehmung auf diese Feinheiten, verändert im Laufe der Zeit unsere Art zu hören. Wir werden feinhöriger, können besser lausczhen, werden achtsamer, gar feinfühliger. Ist unser Ohr sensibilisiert, öffnet sich uns bei der beschäftigung mit Klängen ein wundersames Tor, eine erfüllende akustische Welt, welche uns bisher verborgen war. In der Einsilbigkeit einer angeriebenen Klangschale identifizieren wir eine Vielzahl von Tönen die miteinander Schweben, sich abwechseln und wieder ergänzen. Aufsteigende und abfallende Klangverläufe, kreisende Klangspiralen mit denen unser Ohr mitschwingt, bis der Klang unscheinbar immer sanfter wird, bis wir ihn kaum mehr wahrnehmen können. gelingt dies, so erfahren wir einen Klang in uns, wie er schöner und erfüllender nicht sein kann. Wir fühlen unseren Klang, unseren eigenen Sound, das was in uns schwingt. Dies ist ein Gefühl von zu Hause sein, in uns ankommen. Viele Menschen teilen mit mir diese Erfahrung. Ich möchte Sie einladen, auf eine wundersame Reise in die Welt der Klänge.

Klangschalen haben ihren Ursprung in Tibet und dem Norden Indiens. Sie bestehen aus mehreren Metallen. Dies sind in der Regel: Kupfer, Eisen, Blei, Quecksilber, Silber und Gold. Es gibt aber auch Klangschalen mit mehr bzw. weniger Bestandteilen. Nach der Besetzung Tibets durch die Chinesen Ende der 50er Jahren flohen tibetische Mönche nach Indien, England und die USA. Sie brachten ihre Klangschalen mit und bereicherten so die westliche Musikwelt.

Der ursprüngliche Verwendungszweck der Schalen ist nicht geklärt. Ob sie zu religiösen Zwecken, als Opferschalen oder einfach nur als Essschalen gedient haben, ist unklar.

Traditionell wurden die Schalen kalt in ihre Form getrieben. Es gibt aber auch Schalen, die heiß geschmiedet werden und anschließend auf einer Drehscheibe abgezogen werden.

Alte Schalen sind heute nur sehr schwer zu bekommen. Die meisten Schalen, die man im Handel kaufen kann, sind Reproduktionen.

Heute verwendet man diese Klangschalen für Musik und für Klangmassagen. Musiker achten beim Kauf einer Klangschale auf ihren klaren und reinen Klang. Obertonreichtum, harmonischen Zusammenklang mehrerer Schalen und langes Nachklingen beim Anschlag.

Klangtherapeuten achten beim Kauf in erster Linie darauf, dass sich beim Anschlag die Vibration gut über den Boden der Schale überträgt. Die Klangschale muss für die Klangmassage auch nach Gewicht und Größe auf verschiedene Körperregionen abgestimmt werden.

Für die Auraarbeit mit Klangschalen kann man Klangschalen in aufsteigende, abfallende und spiralförmige Energie einteilen.

Klangschalen schlägt man mit Klöppeln aus Filz, Gummi, Lammfell oder Holz an. Der Klang der Schale schwillt rasch an und klingt langsam ab. Man kann den Klang verändern, indem man die Schale mit Wasser befüllt und durch Schaukelbewegungen die Wasserkante bis zum Rand der Schale bringt. Der Grundton wird im Gegensatz zum Obertonspektrum dabei kaum verändert.

Bei der Klangmassage werden Klangschalen auf den Körper aufgesetzt und angeschlagen, bzw. angetrieben. Dies wird als Vibration im Körper wahrgenommen. Die Vibration breitet sich im Körper aus. Man hat den Eindruck, dass der ganze Körper in Schwingung gerät. Dieses Phänomen löst beim „Bekommenden“ eine tiefe Entspannung und Wohlbefinden aus.
Die Vibrationen können Blockaden im feinstofflichen Bereich lösen, Verkrampfungen können gelindert werden. Diesen Effekt setzt man bei therapeutischen Anwendungen gezielt ein. Bei feinfühligen Menschen kann man den Klang sowohl in die Aura, als auch in die Chakren einbringen, um diese energetisch anzureichern. Manche Klangtherapeuten schlagen während einer Anwendung auch Schalen an, die neben dem Kunden auf dem Boden stehen und hüllen die Person so in einen Klangraum ein.

Ich möchte Sie einladen auf eine wundersame Reise in die Welt der Klänge.